Gemeinsam Zukunft gestalten

Stiftung engagiert sich im Bereich Bildung




Stiftung St. Laurentius engagiert sich im Bereich Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Schach AG der Grundschule Nienhagen bekommt ein 10er-Set Schachbretter.

Manfred Stiller, Vorsitzender der Stiftung St. Laurentius, war begeistert. Als er die von Armin Feige geleiteten Schach AG der Grundschule Nienhagen besuchte, um offiziell die zehn gestifteten, magnetischen Schachbretter zu überreichen, warteten höchst motivierte Schülerinnen und Schüler auf ihn. Manfred Stiller: „Ich hätte nicht gedacht, dass das Interesse fürs Schachspielen unter den Grundschüler wirklich so groß ist – und vor allem, dass es offenbar Eltern und Großeltern gibt, die mit ihren Kindern und Enkelkindern in der Freizeit am Schachbrett sitzen!“

Warum die Stiftung St. Laurentius der Grundschule das 10er-Set Schachspiele mit einer digitalen Schachuhr gerne zur Verfügung gestellt hat, liegt für Stiller auf der Hand: „Der Auftrag unserer Stiftung sagt, dass wir Projekte mit und für Kinder und Jugendliche fördern sollen. Und Bildung im Bereich des sozialen Lernens gehört unbedingt dazu.

Schachspielen fördert natürlich nicht nur den Bereich der Kognition, also die Prozesse, die mit Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen, es schult auch die Konzentrationsfähigkeit und das Miteinander im Spiel. Das ist genau unser Thema!“ Ob es vor den Sommerferien noch zu einem Match von Schach AG gegen die Stiftung St. Laurentius kommt, ist noch nicht ganz sicher. Allerdings ist für Manfred Stiller und das Kuratorium der Stiftung (Anette Hauschildt, Mona-Kristin Meyer, Klaus Danne und Hauke Lührs) sicher, dass die Stiftung weiterhin gerne solche Projekte wie die der Grundschule Nienhagen unterstützt.



Ein überraschendes Dankeschön an die Stiftung St. Laurentius


Ein serbisches Ehepaar spendet 500 Euro und sagt damit „Danke“. Ewald Richter, Vorsitzender der Stiftung, schreibt über die Hintergründe dieser unverhofften Unterstützung.

Ljubica und Arpad kamen Ende 2015 nach Nienhagen. Beide arbeiteten als Lehrer an einer Berufsschule im serbischen Kula. Nach unserem Verständnis ein angesehener Beruf, der eine sichere Existenz ermöglichen sollte – für serbische Verhältnisse trifft das nicht unbedingt zu. Irgendwann wurde die Situation für die Beiden unerträglich. Sie kündigten ihre Jobs auf der Suche nach einem besseren Leben in Deutschland. Nienhagen war erste Wahl, weil Verwandte hier schon seit Jahren eine Heimat gefunden hatten, außerdem lebten Mutter und Stiefvater in Celle.

Arpad als diplomierter Sportlehrer und aktiver Leichtathletik suchte den Kontakt zur Leichtathletik-Abteilung im SV Nienhagen. Schnell war er voll integriert und angesehenes Mitglied der Trainingsgruppe, nahm teil an Wettkämpfen und engagierte sich als Trainer einer Jugendgruppe. Die Verbindung zur Kirchengemeinde ergab sich durch die Teilnahme am Deutschunterricht, der zur stärksten Zeit der Flüchtlingswelle von mehreren ehrenamtlichen Lehrern sehr erfolgreich im Laurentiushaus durchgeführt wurde. Bei der jährlichen Laubhark-Aktion half er ebenso tatkräftig mit, wie Ljubica sich in einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge engagierte.

Ljubica bemühte sich sehr, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie waren nicht als Flüchtlinge gekommen und wollten ohne Unterstützung des Staates ihren Lebensunterhalt bestreiten. Trotz guter Deutschkenntnisse gaben ihr deutsche Arbeitgeber außer prekären Beschäftigungen und Zeitverträgen kaum eine Chance.

Berufliche Perspektivlosigkeit und deutsche Bürokratie frustrierten sie zunehmend. Nach einem Jahr gaben sie das Abenteuer „Neuanfang in Deutschland“ entnervt auf und kehrten in ihr Heimatland Serbien zurück. Man kann sich vorstellen, wie schwer ihnen dieser Schritt gefallen sein muss.

Der Kontakt nach Nienhagen blieb. Nach fünf Jahren wieder in Serbien ist es Ljubica und Arpad ein Anliegen, für die große Unterstützung zu danken, die ihnen von Einzelpersonen und der Kirchengemeinde zuteil wurde. Sie stellen aus einer kleinen Erbschaft der Stiftung St. Laurentius 500 € für unsere Jugendarbeit zur Verfügung.

Im Namen der Stiftung bedanke ich mich ganz herzlich und bedauere sehr, dass alle unsere Bemühungen nicht ausreichten, ihnen ein glückliches und auskömmliches Leben in unserem Land zu ermöglichen.